Eine Trauerkarte zu basteln, fällt oft schwerer als eine Karte zu einem fröhlichen Anlass. Die Gestaltung soll persönlich und wertschätzend wirken, aber nicht überladen sein. Gleichzeitig möchtest du vielleicht schnell eine passende Karte fertigstellen, ohne lange nach Farben, Motiven und Maßen zu suchen.
In dieser Anleitung zeige ich dir, wie du mit wenigen Materialien eine schlichte Trauerkarte selber basteln kannst. Du findest passende Farbkombinationen, konkrete Maße für eine A6-Karte, drei einfache Layout-Vorlagen sowie Ideen für Motive und kurze Beileidssprüche.
Kurz gesagt: Für eine ruhige Trauerkarte reichen eine stabile Grundkarte, ein heller Aufleger, ein zurückhaltendes Motiv und ein kurzer Spruch. Zwei harmonierende Farben und viel freie Fläche wirken meist stimmiger als viele Verzierungen.
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Trauerkarte basteln: Diese Materialien reichen aus
Du brauchst keine große Bastelausstattung, um eine würdevolle Beileidskarte zu gestalten. Für eine einfache Karte genügen:
- stabiler Farbkarton für die Grundkarte
- ein heller oder farblich passender Kartenaufleger
- ein Stempelkissen in einer ruhigen Farbe
- ein kurzer Beileidsspruch
- ein schlichtes Motiv, zum Beispiel Blätter, Zweige oder eine feine Blüte
- Papierschneider, Falzbein und Kleber
Optional kannst du Pergamentpapier, einen sehr schmalen Metallic-Akzent, feines Garn oder wenige kleine Schmucksteine ergänzen. Verwende solche Details sparsam, damit die Karte ruhig bleibt.
Falls du beim Zuschneiden noch unsicher bist, findest du in meiner Anleitung für Grundkarten die wichtigsten Kartenmaße und Falzlinien Schritt für Schritt erklärt.
Einfache Anleitung für eine Trauerkarte im A6-Format
1. Grundkarte zuschneiden und falzen
Schneide einen Bogen Farbkarton auf 21 x 14,8 cm zu und falze ihn an der langen Seite bei 10,5 cm. Die geschlossene Karte misst anschließend ungefähr 10,5 x 14,8 cm.
2. Kartenaufleger vorbereiten
Für einen gleichmäßigen Rand schneidest du einen Aufleger auf 10 x 14,3 cm zu. Du kannst dafür weißen, cremefarbenen oder einen sehr hellen Farbkarton verwenden.
3. Motiv und Spruch anordnen
Lege Stempel und Papier zunächst lose auf die Karte. Entscheide, ob das Motiv links, mittig oder am unteren Rand sitzen soll. Plane bewusst freie Fläche ein. Gerade bei einer Trauerkarte trägt dieser Weißraum viel zur ruhigen Wirkung bei.
4. Motiv zuerst stempeln
Stemple das Motiv mit wenig Druck und achte auf einen sauberen Abdruck. Ein einzelner Zweig, eine feine Blüte oder eine kleine Landschaft genügt oft. Danach ergänzt du den Spruch.
5. Aufleger befestigen
Klebe den Aufleger flach auf die Grundkarte. Möchtest du etwas mehr Tiefe, kannst du nur den Spruch mit Abstandsklebepads hervorheben. Mehrere stark erhöhte Ebenen sind meist nicht nötig.
Welche Farben passen zu einer Trauerkarte?
Schwarz ist nicht die einzige passende Farbe für eine Trauerkarte. Viele Karten wirken mit weichen Grau-, Braun- oder Naturtönen persönlicher und weniger hart.
Vier ruhige Farbkombinationen
- Anthrazit, Hellgrau und Weiß: klassisch, klar und zurückhaltend
- Taupe, Creme und Weiß: warm und sanft
- Graublau, Hellgrau und Weiß: ruhig und etwas leichter
- Gedämpftes Grün, Sand und Creme: natürlich und tröstlich
Nutze am besten nur zwei Hauptfarben und höchstens einen kleinen Akzent. Papier und Stempelfarbe dürfen aus derselben Farbfamilie stammen. Dadurch wirkt die Karte automatisch harmonischer.
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Welche Motive eignen sich für eine selbst gebastelte Trauerkarte?
Ein passendes Motiv muss nicht ausdrücklich mit Trauer verbunden sein. Oft wirkt ein ruhiges Naturmotiv persönlicher als ein sehr offensichtliches Symbol.
- feine Blätter, Zweige oder Gräser
- eine einzelne Blüte oder eine schlichte Blumenlinie
- Bäume, Berge, Horizont oder Meeresmotive
- Sterne oder ein dezenter Himmel
- ein kleiner Kranz oder ein feiner Rahmen
- ein Motiv, das an die verstorbene Person erinnert
Bei einem persönlichen Motiv zählt die Verbindung: Für einen naturverbundenen Menschen können Berge, Bäume oder ein Weg passend sein. Bei einer Person mit Bezug zum Meer kann eine ruhige Küstenlinie stimmiger wirken. Das Motiv sollte sich respektvoll einfügen und nicht die ganze Karte bestimmen.
Trauerkarten basteln: Drei einfache Vorlagen
Vorlage 1: Motiv links, Spruch unten rechts
Stemple einen feinen Zweig oder ein kleines florales Motiv entlang der linken Kartenseite. Der kurze Spruch sitzt mit etwas Abstand unten rechts. Diese Aufteilung wirkt ruhig und lässt viel freie Fläche.
Maße: Grundkarte 21 x 14,8 cm, Aufleger 10 x 14,3 cm. Das Motiv nimmt ungefähr ein Drittel der Breite ein.
Vorlage 2: Spruch mittig mit feinem Hintergrundmotiv
Stemple ein sehr helles Motiv in die Mitte des Auflegers. Setze darüber einen kurzen Spruch auf einen schmalen Farbkartonstreifen oder auf ein Stück Pergamentpapier. Der Hintergrund bleibt sichtbar, ohne vom Text abzulenken.
Maße: Spruchstreifen etwa 8 bis 9 cm breit und 1,5 bis 2,5 cm hoch. Passe die Größe an deinen Stempel an.
Vorlage 3: Kleines Motiv mit viel Weißraum
Platziere ein kleines Motiv im unteren Drittel der Karte und setze den Spruch direkt daneben oder darunter. Diese Variante eignet sich besonders gut für Anfängerinnen, weil nur wenige Elemente ausgerichtet werden müssen.
Merksatz: Ein Motiv, ein Spruch und zwei Farben reichen für eine stimmige Karte vollkommen aus.
Passende Sprüche für die Vorderseite
Auf der Vorderseite wirkt ein kurzer, ruhiger Spruch meist am besten. Zum Beispiel:
- In stillem Gedenken
- In liebevoller Erinnerung
- Von Herzen Anteilnahme
- Mit stillem Gruß
- Was bleibt, ist die Erinnerung
- Für immer im Herzen
Du kannst den Spruch stempeln oder von Hand schreiben. Eine persönliche Handschrift ist nicht weniger wertvoll als ein perfekter Stempelabdruck.
Was kann man in eine Trauerkarte schreiben?
Im Inneren reichen oft wenige ehrliche Sätze. Du musst keine außergewöhnlichen Worte finden. Eine persönliche Erinnerung oder ein klares Zeichen der Anteilnahme ist meist tröstlicher als eine lange Formulierung.
Mögliche kurze Texte sind:
- Unser herzliches Beileid. Wir denken an euch.
- Für die kommende Zeit wünschen wir euch viel Kraft.
- Ich bin in Gedanken bei dir und deiner Familie.
- Die gemeinsame Zeit und die vielen Erinnerungen bleiben.
- In stiller Anteilnahme und mit herzlichen Gedanken.
Wenn du die verstorbene Person gekannt hast, kannst du einen konkreten Satz ergänzen: Was hast du an ihr geschätzt? Welche Erinnerung wird dir bleiben? Ein solcher persönlicher Gedanke macht die Karte besonders.
Eine Trauerkarte dezent veredeln
Auch eine schlichte Karte darf eine feine Besonderheit haben. Entscheide dich am besten für nur eine der folgenden Möglichkeiten:
- den Spruch weiß auf dunklem Farbkarton embossen
- einen schmalen Streifen Pergamentpapier ergänzen
- eine sehr feine Metallic-Linie einsetzen
- den Spruch mit Abstandsklebepads leicht anheben
- ein bis drei kleine, unauffällige Schmucksteine verwenden
Prüfe nach jedem zusätzlichen Element, ob die Karte dadurch wirklich ruhiger und wertiger wirkt. Wenn du unsicher bist, lass das Detail lieber weg.
Häufige Fehler beim Basteln von Trauerkarten
- Zu viele Motive: Ein einzelnes Motiv wirkt häufig stärker als mehrere verschiedene Symbole.
- Zu viele Farben: Zwei Hauptfarben reichen meistens aus.
- Zu wenig freie Fläche: Eine Trauerkarte darf bewusst schlicht bleiben.
- Zu viel Glanz: Metallic, Strass und Garn nur sehr zurückhaltend verwenden.
- Zu viele neue Produkte: Du brauchst kein spezielles Set nur für eine einzige Karte.
- Unpassende Formulierungen: Wähle kurze, ehrliche Worte, die zu deiner Beziehung zur Familie passen.
Welche Produkte sind wirklich sinnvoll?
Wenn du häufiger Karten für verschiedene Anlässe bastelst, lohnt sich ein vielseitiges Spruchset mit mehreren kurzen Texten. Dazu genügen ein neutrales Stempelkissen, stabiler Farbkarton und ein Naturmotiv, das du auch für Geburtstags-, Dankes- oder Freundschaftskarten verwenden kannst.
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Häufige Fragen zum Trauerkarten-Basteln
Welche Farbe nimmt man für eine Trauerkarte?
Schwarz, Anthrazit und Grau sind klassische Möglichkeiten. Ebenso passend sind Taupe, Creme, Graublau oder ein gedämpftes Grün. Entscheidend ist eine ruhige Kombination aus höchstens zwei Hauptfarben.
Kann man eine Trauerkarte auch ohne Schwarz basteln?
Ja. Eine Karte in Grau, Naturtönen, Creme oder gedecktem Blau kann ebenso würdevoll wirken. Schwarz ist keine Pflicht und darf auf einen kleinen Schrift- oder Linienakzent beschränkt bleiben.
Welches Format eignet sich für eine selbst gebastelte Trauerkarte?
Das A6-Format ist praktisch und passt in einen üblichen C6-Umschlag. Die gefaltete Karte misst ungefähr 10,5 x 14,8 cm. Auch eine schmale DIN-lang-Karte kann sehr elegant wirken.
Welche Motive passen auf eine Trauerkarte?
Geeignet sind ruhige Naturmotive wie Zweige, Blätter, Gräser, einzelne Blüten, Bäume, Berge oder Sterne. Ein Motiv mit persönlicher Verbindung zur verstorbenen Person kann besonders stimmig sein.
Was schreibt man auf die Vorderseite einer Trauerkarte?
Kurze Formulierungen wie „In stillem Gedenken“, „Von Herzen Anteilnahme“ oder „In liebevoller Erinnerung“ sind gut geeignet. Ein kurzer Spruch lässt der Gestaltung ausreichend Raum.
Können Anfängerinnen eine Trauerkarte selber basteln?
Ja. Eine Grundkarte, ein heller Aufleger, ein einzelnes Motiv und ein kurzer Spruch reichen aus. Mit einem klaren Layout und zwei Farben entsteht auch ohne aufwendige Technik eine stimmige Karte.
Fazit: Weniger Gestaltung kann mehr ausdrücken
Eine selbst gebastelte Trauerkarte muss nicht aufwendig sein. Viel wichtiger sind eine ruhige Gestaltung, passende Farben und ehrliche Worte. Mit einer einfachen A6-Grundkarte, einem feinen Motiv und einem kurzen Spruch kannst du eine persönliche Karte gestalten, die Anteilnahme zeigt, ohne überladen zu wirken.
Beginne mit dem, was du bereits besitzt. Wähle zwei harmonierende Farben, plane ausreichend freie Fläche ein und entscheide dich für ein einziges Motiv. So entsteht Schritt für Schritt eine würdevolle Karte.





















